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STELLUNGNAHME zum Nahverkehrsplan des Landkreises Oberhavel 2027–2031: FAMILIENPERSPEKTIVE STÄRKEN!

STELLUNGNAHME zum Nahverkehrsplan des Landkreises Oberhavel 2027–2031: FAMILIENPERSPEKTIVE STÄRKEN! (Bild vergrößern)
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Der Kreiskitaelternbeirat Oberhavel (KKEB-OHV) begrüßt grundsätzlich das Ziel des Nahverkehrsplans, eine verlässliche Mobilität im Landkreis sicherzustellen. 

 

Aus Sicht von Familien und Eltern besteht jedoch ein erheblicher Nachbesserungsbedarf. In unserer offiziellen Stellungnahme fordern wir den Landkreis Oberhavel nachdrücklich auf, den Entwurf grundlegend zu überarbeiten.

 

Hier sind die zentralen Forderungen und Kritikpunkte im Überblick:

 

  • Kita, Hort und Kindertagespflege als eigene Nutzergruppen: Der Entwurf fokussiert sich zu stark auf Schülerinnen und Schüler. Da Kinder nach der Schule in den Hort wechseln oder Freizeitangebote nutzen müssen, greift eine reine Schulweg-Betrachtung zu kurz.

  • Berücksichtigung realer Familien-Wegeketten: Unterschiedliche Lebensrealitäten wie Alleinerziehende, Mehrkindfamilien, autofreie Haushalte oder Pendler müssen bei Taktungen und Anschlüssen berücksichtigt werden, um Doppelbelastungen zu vermeiden.

  • Kritik an langen Wartezeiten für Grundschulkinder: Planmäßige Wartezeiten von bis zu 60 Minuten schränken die Erholungs- und Freizeitphase von Kindern massiv ein und erzeugen einen gefährlichen Zeitdruck an Haltestellen.

  • Selbstständigkeit von Kindern fördern: Ein ausgedünntes Angebot erschwert es Kindern und Jugendlichen (insbesondere mit Beeinträchtigungen), sich eigenständig im Landkreis zu bewegen.

  • Ferien sind keine „verkehrsschwachen Zeiten“: Da die Erwerbsarbeit berufstätiger Eltern in den Schulferien weiterläuft, werden Kita und Hort unverändert benötigt; Busverbindungen dürfen hier nicht drastisch reduziert werden.

  • Realitätsfremde Anpassung der Schulzeiten: Es ist nicht umsetzbar, den Unterrichtsbeginn starr an den ÖPNV anzupassen. Stattdessen müssen Fahrplankonferenzen um die Perspektive der Kindertagesbetreuung erweitert werden.

  • Fehlende Hortanbindungen beheben: Dokumentierte Defizite bei der Busanbindung an Schulen müssen unmittelbar zu Gegenmaßnahmen führen, statt Eltern zum Autotransport zu zwingen.

  • Vermeidung finanzieller Doppelbelastungen: Schlechte Verbindungen zwingen Familien oft dazu, zusätzliche und kostenintensive Betreuungszeiten in Anspruch zu nehmen.

  • Widerspruch zu Umwelt- und Klimazielen: Geplante Kürzungen und drastisch verlängerte Taktzeiten (wie der 120-Minuten-Takt in Zühlsdorf) konterkarieren das Mobilitätsgesetz und machen den Verzicht auf das Auto unmöglich.

Den vollständigen Text unserer detaillierten Stellungnahme zur Einreichung beim Landkreis Oberhavel stellen wir als PDF zum Download zur Verfügung.