Pressemitteilung zur geplanten Erhöhung der Schülerbeförderungskosten
Der Kreiskitaelternbeirat Oberhavel zeigt sich besorgt über die geplante Erhöhung der Kosten für die Schülerbeförderung im Landkreis Oberhavel. In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 25. Februar 2025 brachte unser Vertreter Matthias Bressel unsere Bedenken gegenüber den steigenden finanziellen Belastungen für Familien zum Ausdruck.
Bisher kostete das Schülerticket monatlich 9 Euro. Laut aktuellem Antrag soll dieser Preis nun auf 18 Euro pro Monat steigen, zudem soll eine einmalige Zahlung von 58 Euro fällig werden. Auch wenn alternative Ticketoptionen im Raum stehen, bedeutet die Preissteigerung eine erhebliche Mehrbelastung für Familien im Landkreis.
Unsere Argumente hierzu:
Finanzielle Mehrbelastung für Familien: Viele Eltern stehen bereits durch steigende Lebenshaltungskosten unter Druck. Eine Verdopplung der Kosten für die Schülerbeförderung erschwert die Teilhabe an Bildung und Freizeitangeboten. Besonders Mehrkindfamilien sind stark betroffen, was im Kontext des demografischen Wandels ein falsches gesellschaftliches Signal setzt.
Mobilität auch in den Ferien wichtig: Das Ticket ist nicht nur für den Schulweg relevant, sondern ermöglicht Kindern auch außerhalb der Schulzeit Teilhabe an Freizeitangeboten, Hortbetreuung und kulturellen Veranstaltungen.
Bürokratischer Mehraufwand: Die Diskussion über flexible oder pausierbare Ticketmodelle könnte zu unnötigem Verwaltungsaufwand führen, ohne nennenswerte Einsparungen zu generieren.
Verkehrswende nur mit öffentlichem Nahverkehr möglich: Eine nachhaltige Verkehrspolitik erfordert attraktive öffentliche Verkehrsangebote. Höhere Ticketpreise könnten Familien dazu zwingen, wieder verstärkt auf das „Elterntaxi“ zurückzugreifen – eine Entwicklung, die nicht im Sinne einer umweltfreundlichen Mobilität liegt.
Eingeschränkte Nutzbarkeit von Wabentickets: Die vorgeschlagenen Wabentickets sind explizit nur für den Schulweg ausgelegt. Dies bedeutet, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeitmobilität stark eingeschränkt werden, da der Aktionsradius für den Besuch von Sportvereinen, Musikschulen oder Ferienaktivitäten nicht abgedeckt wird.
KKEB fordert soziale Verträglichkeit
Der KKEB OHV fordert den Kreistag auf, eine sozialverträgliche Lösung zu erarbeiten, die die Mobilität von Kindern und Jugendlichen nicht einschränkt. Statt höherer Preise sollte die Finanzierung langfristig so gestaltet werden, dass alle Schülerinnen und Schüler gleiche Chancen auf Bildung und Freizeitangebote erhalten.
Wir stehen in engem Austausch mit den Eltern und werden die Entwicklungen weiterhin kritisch begleiten.


